D 2017. Regie, Buch: Mareike Almedom. Montage: Franziska Wenzel. Kamera: Jan Philip Ernsting. Ton, Musik: Carl Ludwig Wtzig. Ton: Bertold Budig, Justus Wirth. Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Darsteller: Meda G. Banciu, Özgür Erkok Moroder u.a. 9 Minuten. 

Berlin ist eine Stadt in stetigem Wandel, mit einem sich immer aufs Neue verändernde Rhythmus. Sie bedeutet für jede und jeden etwas anders - Erinnerungen an rohe und wilde Orte in Ostberlin, an die Freiheit der 90er Jahre, treffen auf Gentrifizierung, Reizüberflutung und ganz neue Hoffnungen. Zwischen Synästhesien und Defragmentierung gibt Erinnerung Halt und schließlich den Mut, ein neues Gesamtbild der anstrengenden und doch geliebten großstädtischen Heimat entstehen zu lassen.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 21:00 Uhr
Filmforum NRW
In Anwesenheit des nominierten Editors Franziska Wenzel mit anschließendem Filmgespräch.

D 2016. Regie, Buch, Kamera: Elí Roland Sachs. Montage: Yana Höhnerbach. Ton, Musik: Antonio de Luca. Produktion: Film- und Medien Stiftung NRW, Kuratorium Junger Deutscher Film. 
92 Minuten. mindjazz pictures. Kinostart: 12.7.2017

Ein junger Mann auf Sinnsuche findet in Marokko eine englische Ausgabe des Korans: Der Ausgangspunkt einer spirituellen Reise, die seine Familie zunächst als Horrortrip erlebt. Denn Jakob, wie er sich jetzt nennt, konvertiert nicht nur wenig später zum Islam, er schließt sich dem radikalen Salafismus an, entfernt sich immer weiter von seinem alten Umfeld, das seinen fanatischen Missionierungsversuchen befremdet und hilflos gegenübersteht und heiratet bald sogar eine ebenso überzeugte Konvertitin. Doch sein Bruder Eli, der Macher dieses Films, will seinen Bruder und die gemeinsame Verbindung nicht aufgeben, sucht den Kontakt auch da, wo ihn andere Familienmitglieder und ehemalige Freunde längst ablehnen. Er lässt Verwandte, Freunde und Bekannte der Familie berichten von ihrer Irritation angesichts der Wandlung des weltoffenen Jakobs zum religiösen Eiferer, er begleitet seinen Bruder in die Moschee, spricht mit dem Imam und bringt schließlich Jakob und dessen Frau mit zum Familienfest – wo die beiden nicht uneingeschränkt willkommen sind. Mit den Auswirkungen seiner Missionierungsversuche konfrontiert, leitet Jakob nun selbst einen Richtungswechsel ein, sucht wieder den familiären Dialog. Wie schmal der Grat zwischen ersehntem strukturellem und spirituellem Halt und ideologischer Vereinnahmung ist, aber auch wie schwierig es ist, an den Idealen von Religions- und Meinungsfreiheit festzuhalten, wenn der Riss durch die eigene Familie geht, zeigt die filmische Verknüpfung verschiedener Facetten von Suche.

Screening

Samstag, 27.10.2018 um 12:30 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit der nominierten Editoren Yana Höhnerbach mit anschließendem Filmgespräch.

D 2017. Regie, Buch, Produktion: Christine Franz. Montage: Oliver Werner. Kamera: Daniel Waldhecker. Ton: Harald Ansorge, Julius Hofstädter, Sven Mühlender. Musik: Sleaford Mods u.a.  
107 Minuten. Filmokratie. Kinostart: 12.7.2017

Die Post-Punk-Band Sleaford Mods bezeichnen sich selbst als „alte Männer“, der Slang-Gesang zu betont simplen Beats gleicht eher einem lauten Schimpfen, die Bühnenshow kultiviert eine  minimalistische „Scheißegal-Haltung“ und sämtliche Bandangelegeinheiten werden selbst oder im engen Freundeskreis erledigt – trotzdem  (oder gerade deswegen) ist das Duo aus Nottingham auf stetigem Erfolgskurs. Das liegt vor allem daran, dass Bandleader und ehemaliger Schlachthof-Arbeiter Jason Williamson und Beatmaker Andrew Fearn sich Themen widmen, die nicht gerade zu den zentralen Anliegen der britischen Musikindustrie gehören: Arbeitsamtbesuche und Sozialhilfeanträge, die Conservative Party, mediale Scheinwelten und prekärer Lebensalltag, der bei aller Wut vor vitalem Humor strotzt. Der Film begleitet die Sleaford Mods über zwei Jahre vom Moment erster Erfolge bei der klassischen Ochsen-Tour durch die Pubs englischer Kleinstädte über das wachsende Interesse an ihren Songs nach „Divide & Exit“ bis zur ‚Adelung’ durch Promi-Fan Iggy Pop und den ersten großen Auftritt beim Glastonbury Festival.

Screening

Sonntag, 28.10.2017 um 12.:15 Uhr
Off Broadway
In Anwesenheit des nomierten Editors Oliver Werner mit anschließendem Filmgespräch.

D 2018. Regie, Buch: Lars Kraume. Montage: Barbara Gies. Kamera: Jens Harant. Ton: Stefan Soltau, Tobias Fleig. Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas. Produktion: Akzente Film u.a. Darsteller: Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Lena Klenke, Michael Gwisdek, Burghart Klaußner u.a.
111 Minuten. StudioCanal. Kinostart: 1.3.2018

Stalinstadt, 1956: Die ostdeutschen Abiturienten Theo und Kurt sehen bei einem heimlichen Kino-Ausflug in Westberlin einen Wochenschaubericht über denVolksaufstand in Ungarn. Aufgewühlt berichten sie ihren Mitschülern davon. Während das staatliche Radio der DDR kritisch über den Aufstand berichtet, hören die Schüler im Westfunk RIAS eine ganz andere Darstellung der Ereignisse. Die Klasse beschließt mehrheitlich, ein Zeichen zu setzen: Sie hält im Unterricht eine Schweigeminute ab. Die aufgeschreckten Bildungsbehörden versuchen die Anstifter der Aktion ausfindig zu machen, und setzen die Klasse massiv unter Druck.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 09:30 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit der nominerten Editorin Barbara Gies mit anschließenden Filmgespräch.

AT,D 2017. Regie, Buch: Adrian Goiginger. Montage: Ingrid Koller. Kamera: Yoshi Heimrath, Paul Sprinz. Ton: Bertin Molz, Tobias Scherer, Marvin H. Keil. Musik: Dominik Wallner, Manuel Schönegger. Produktion: RitzlFilm, Lailaps Pictures u.a. Darsteller: Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Lukas Miko, Michael Pink u.a. 
99 Minuten. Filmperlen. Kinostart (AT): 28.9.2017

Der Regisseur Adrian Goiginger erzählt die Geschichte seiner eigenen Kindheit: Die heroinsüchtige Helga bemüht sich, ihre Abhängigkeit vor ihrem siebenjährigen Sohn zu verbergen, und diesem mit viel Liebe und Fürsorglichkeit einen unbeschwerten Alltag zu schenken. Für alles, was Adrian irritieren oder belasten könnte, erfindet die Mutter märchenhafte Erklärungen, die Adrian dankbar in seine Abenteuergeschichten einbaut. Auch Helgas ebenfalls drogenabhängiger Lebenspartner Günter spielt mit. Doch trotz wiederholter Versuche, clean zu werden, holen Helga die Realitäten ihrer oft verzweifelten Lage schließlich ein.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 15:15 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit der nomierten Editorin Ingrid Koller mit anschließenden Filmgespräch.

D 2018. Regie, Montage: Carlotta Kittel. Montage: Andrea Herda Muñoz. Kamera: Andac Karabeyoglu. Ton: Luise Hofmann, Nils Vogel-Bartling. Produktion: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.
91 Minuten. Partisan Filmverleih. Kinostart: 8.3.2018

Die eine wahre Version einer Geschichte gibt es bekanntlich nicht – wohl aber die Suche nach Klarheit: Zwei Menschen, zwei Wahrnehmungen, zwei Geschichten. Haben sich Angela und Christian geliebt? Waren sie fest zusammen und wenn ja wie lange? Wer hat wann mit offenen, wann mit verdeckten Karten gespielt? Auf viele Fragen gibt es widersprüchliche Antworten, scheinen Erinnerungen trügerisch. Gestellt werden diese Fragen von der Tochter der beiden, die ihre Eltern nie zusammen erlebte. Fest steht: Nachdem die beiden sich 1986 in Berlin kennenlernten, wurde Angela von Christian schwanger, doch angesichts unterschiedlicher Vorstellungen und wachsendem Misstrauen brach der Kontakt ab, oder wurde ausschließlich über die Tochter geführt. Seitdem haben sie nie darüber gesprochen, was damals passiert ist, grüßen sich allenfalls flüchtig im Vorbeigehen. 25 Jahre später bittet die Tochter die beiden, ihre Versionen der Geschichte zu erzählen – und stellt die Interviews in ihrem Film gegenüber, spielt ihnen die Aufnahmen des jeweils anderen vor. Auf der Leinwand entsteht so ein Gespräch, das in einer realen Begegnung nicht möglich gewesen wäre.

Screening

Samstag, 28.10.2018 um 15:15 Uhr
OFF Broadway
Im Anwesenheit der nomierten Editorinnen Carlotta Kittelund Andrea Herda Muñoz mit anschließendem Filmgespräch.

D 2017. Regie: Ilker Çatak. Buch: Nils Mohl, Max Reinhold. Montage: Jan Ruschke. Kamera: Florian Mag. Ton: Claudia Mattai del Moro, Stephan Konken. Musik: Martin Gretschmann. Produktion: Riva Filmproduktion u.a. Darsteller: Leonard Scheicher, Johanna Polley, Emilia Schüle, Joel Basman, Clemens Schick u.a.
97 Minuten. Camino Filmverleih. Kinostart: 19.10.2017

Mauser ist 17, es ist Sommer, und alles könnte so schön sein: Er, der angehende Boxer aus der Hamburger Hochhaussiedlung, hat sich gerade bei einer Party in die heiße, ausgeflippte Jackie aus gutem Hause verliebt. Allerdings irritiert ein bisschen, dass es die eher lakonische, ruhige Edda, Verkäuferin in einem Süßwarengeschäft, gleichzeitig auf ihn abgesehen hat. Und dass er mit seinem stets versagenden Kumpel Kondor in den Box-Ring steigen muss. Völlig aus den Fugen gerät Mausers Welt aber, als sein Vater Zöllner seine Schwiegermutter umbringt und die Flucht ergreift. Die Suche nach ihm führt direkt ins Indianerland.

Screening

Sonntag, 27.10.2017 um 10:00 Uhr
Off Boardway
In Anwesenheit des nomierten Editors Jan Ruschke mit anschließenden Filmgespräch.

D 2018. Regie, Kamera, Montage: Johannes Klais, Florian Pawliczek. Ton: Stefan Korte, Johannes Klais. Produktion: Klais und Pawliczek, Film- und Medienstiftung NRW. 
13 Minuten. 

Relikte vergangener Zeiten, ins Vergessen geratende Zeugen zivilisatorischen Fortschritts: Wer braucht noch Telefonzellen, wenn jeder den Draht zur Außenwelt in der Hosentasche dabei hat? Auch im Ruhrgebiet verschwinden die 'gelben Skulpturen' am Straßenrand, und damit aus dem Alltag verschiedener Zufallsprotagonisten: Ein Rentner sinniert auf seinem Balkon in Bochum-Langendreer über Vereinsleben und Alterseinsamkeit, in Witten vermisst man nicht nur Parkplätze vor dem Haus, sondern auch den Charme der Kaugummiautomaten, einer anderen aussterbenden Art. Im Garten eines Altenpflegeheimes mit Alzheimer- und Demenzpatienten erlangen die anachronistischen Telefonzellen schließlich eine neue Bedeutung.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 21 Uhr
Filmforum NRW
In Anwesenheit der nomierten Editoren Johannes Klais und Florian Pawliczek mit anschließendem Filmgespräch.

AT 2018. Regie, Buch: Ruth Kaaserer. Montage: Joana Scrinzi. Kamera: Serafin Spitzer. Ton: Tong Zhang. Produktion: Soleil Film.  
85 Minuten. StadtkinoFilmverleih. Kinostart (AT): 16.3.2018

Mitte der 1970er Jahre ging die gebürtige Österreicherin Gwendolyn nach London, um ihre Dissertation über babylonische Flüche zu schreiben – heute, mit Anfang 60 nimmt dort das Gewichtheben einen großen Anteil im Alltag der rund 50 kg leichten Frau ein. Wie die Anthropologin zur Athletin wurde, was hinter ihrer halbseitigen Gesichtslähmung steckt und welche Kämpfe die dreifache Weltmeisterin im Gewichtheben im und neben dem Sport austrägt, entschlüsselt sich langsam. Das mit Coach Pat gegen viele Widerstände vorbereitete Comeback als Athletin bei den europäischen Meisterschaften in Aserbaidschan ist ebenso Thema, wie Einblicke in ihren alles andere als gewöhnlichen Alltag jenseits des Gewichte Stemmens: lakonische Unterhaltungen mit ihrem erwachsenen Sohn Joseph über unterbewusste Krisenbewältigung oder die Gemeinsamkeiten von Nähen und Schreiben, Arztbesuche, die Arbeit an eigenen Büchern und gemütliche Abende mit ihrem mehr als 20 Jahre jüngeren Mann Charlie.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 10 Uhr
OFF Boardway
In Anwesenheit der nominierten Editorin Joana Scrinzi mit anschließendem Filmgespräch.

D 2018. Regie: Oskar Roehler. Buch: Jan Berger. Montage: Peter R. Adam. Kamera: Carl-Friedrich Koschnick. Ton: Max Meindl, Josef Steinbüchel, Hubertus Rath. Musik: Martin Todsharow. Produktion: Molina Film, Tele München Film- und Fernsehproduktion u.a. Darsteller: Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Lize Feryn, Yasin el Harrouk u.a. 
110 Minuten. Concorde Filmverleih. Kinostart: 3.5.2018

Claus Müller-Todt (Schönheitschirurg) und Evi Müller-Todt (Gartenarchitektin) pflegen ein saturiertes Dasein in ihrer edlen Vorstadtvilla. Betrunken gibt Claus eine Scherz-Anzeige für eine neue Haushaltshilfe auf: »Sklave/in gesucht«. Am nächsten Tag muss er einen Ansturm SM-williger Gestalten abwehren, doch ein ernst zu nehmender Kandidat bleibt zurück: Bartos, der sich mit allen Attributen eines traditionellen Dieners bald unentbehrlich macht. Das Ehepaar Müller-Todt findet zunehmend Gefallen an dem Herrschaftsdenken, zu dem sie von Bartos und seiner schönen Ehefrau Lana nachdrücklich animiert werden.

Screening

Sonntag, 27.10.2018 um 12:30 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit des nominierten Editors Peter R. Adam mit anschließendem Filmgespräch.

CH 2018. Regie: Johannes Bachmann. Buch: Lea Pasinetti. Montage: Martin Arpagaus. Kamera: Pascal Reinmann. Ton: Oliver Rogers. Musik: Moritz Wirdrig. Produktion: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Darsteller: Fred Strittmatter, Silvio Kretschmer u.a.  
15 Minuten.

Brunos Leben schlägt im 4 Sekunden-Takt: In dieser Zeit wiederholt seine Maschine ihren Ablauf, seit Jahren geht das so, alles ist geregelt - die Kollegen in der Fabrik, die Pausen in der Schicht, das Abendessen mit Frau und fast erwachsenen Kindern. Aus dem Takt gerät Brunos Routine, als der Sohn eines Abends eröffnet, dass er das Abitur geschmissen hat und nicht studieren will. Ausgerechnet Brunos Fabrik hat er sich ausgesucht für einen Schnuppertag in der 'echten Arbeiterwelt'. Bruno bleibt stur dabei, sein Sohn soll es einmal besser haben als er - dafür riskiert er einiges.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 21 Uhr
Filmforum NRW
In Anwesenheit des nominierten Editors Martin Arpagaus mit anschließendem Filmgespräch.

D 2018. Regie, Montage: Jonas Riemer. Buch: Katharina Ruß, Johannes Rothe. Montage: Holger Bück, Martin Herold. Kamera: Jana Pape. Ton: Nicolas Voß. Musik: Robert Pilgram. Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Darsteller: Yannick Fischer, Jörg Moukaddam, Cornelia Ivancan, Matt Sweetwood u.a. 
14 Minuten.

Filmvorführer Francis, der bei seiner Arbeit täglich das aufregende Leben der Filmhelden und Leinwandschönheiten bewundert, schliddert plötzlich in sein eigenes turbulentes Abenteuer: Nachdem er in das Auto von Gangsterboss Mascarpone kracht, nimmt der Francis' geliebten Hund Farfalle als Geisel um den Filmvorführer zum Komplizen eines Bankraubs zu machen. Als der Coup schiefgeht, sieht Francis die Chance, nicht nur Farfalle zu retten, sondern auch Filmstar Vivien zu erobern. Aber gibt es die ganz großen Abenteuer tatsächlich auch im wirklichen Leben?

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 21:00 Uhr
NRW Filmforum
In Anwesenheit der nominierten Editoren Jonas Riemer, Holger Bück und Martin Herold mit anschließendem Filmgespräch.

D 2017. Regie, Buch: Sophie Linnenbaum. Buch: Michael Fetter Nathansky. Montage: Lara Cremer. Kamera: Fee Strothmann. Ton: Julius Segeler, Lukas Wilke, Ludwig Müller. Musik: Marcus Sander. Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Darsteller: Michael Schenk, Rike Eckermann, Michael Pink, Jakob Bieber u.a. 
15 Minuten.

Bodo steht auf einem Hochhausdach, kurz vor dem finalen Sprung - dann klingelt sein Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist Kasinomitarbeiterin Evi, die Bodo über einen vermeintlichen Gewinn benachrichtigen will. Und sie ist schwer abzuwimmeln. Als Bodo schließlich sagt, dass er kurz vor dem Suizid steht, ist Evi alles andere als amüsiert: Warum kann er nicht einfach wie alle anderen auch behaupten, er habe gerade Wasser aufgesetzt oder ähnliches? Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse an Evis Ende der Leitung und Bodo wird deren unfreiwilliger Zeuge. Wird er handeln und Evi retten, wird er springen, oder lässt sich das am Ende sogar irgendwie verbinden?

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 21:00 Uhr
NRW Filmforum
In Anwesenheit der nominierten Editorin Lara Cremer mit anschließendem Filmgespräch.

D 2018. Regie, Buch: Christian Petzold. Montage: Bettina Böhler. Kamera: Hans Fromm. Ton: Andreas Mücke-Niesytka, Dominik Schleier, Christian Conrad, Martin Steyer. Musik: Stefan Will. Produktion: Schramm Film Koerner & Weber u.a. Darsteller: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Maryam Zaree u.a.
101 Minuten. Piffl Medien. Kinostart: 5.4.2018

Exilanten und Kriegsflüchtlinge, in einem Frankreich zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Als die Wehrmacht vor Paris steht, bringt sich der Schriftsteller Weidel um. Georg, ein weiterer deutscher Exilant, schnappt sich Weidels Papiere, inklusive der Zusicherung eines mexikanischen Visums. Er flieht nach Marseille, wo ihm andere wartende und hoffende Menschen begegnen: Melissa, die Witwe seines verstorbenen Begleiters, mit ihrem lebensfrohen Sohn Driss. Und Marie, die Witwe des Schriftstellers. Georg sagt ihr nichts von dessen Tod, sondern gibt sich beim mexikanischen Konsul als Weidel aus, um zwei Transit-Visa zu erhalten.

Screening

Sonntag, 28.10.2018 um 12:15 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit der nominierten Editorin Bettina Böhler mit anschließendem Filmgespräch.

D 2017. Regie, Kamera: Ronja von Wurmb-Seibel, Niklas Schenck. Co-Regie, Kamera: Lukas Augustin. Montage: Julia Drache. Kamera: . Ton: Roman Vehlken. Musik: Andrej Melita. Produktion: Brot + Zwiebel, Pantaleon Films u.a. 
94 Minuten. Filmdisposition Kino. Kinostart: 6.11.2017

Nachrichtenmeldungen von Selbstmordanschlägen in Krisenregionen sind fester Bestandteil medialen Alltags und sorgen nur noch selten für nachhaltige Erschütterung beim Zuschauer. Was aber bedeutet so ein traumatisches Erlebnis für die Betroffenen, wie nachhaltig beeinflusst es die Haltung zur Gesellschaft und das eigene Verhalten? Ausgerechnet bei der Premiere eines Theaterstücks über Selbstmordanschläge im französischen Kulturzentrum in Kabul geschieht ein Attentat – viele Zuschauer halten die Explosion zunächst für Teil der Inszenierung, dann bricht Panik aus, einige sterben, viele werden verletzt. Durch Berichte verschiedenster Beteiligter des Abends wird das Ereignis rekonstruiert, werden mögliche Ursachen ausgelotet und unterschiedliche Nachwirkungen des Attentates langsam deutlich. Aus den einzelnen Perspektiven ergibt sich die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der Bühne standen und mit ihrem Stück ein Zeichen gegen den Terror in ihrer Gesellschaft setzen wollten. Trotz lähmender Angst, elementaren Zweifeln an der Macht der Kunst und der Sehnsucht mancher, einfach im Ausland in Frieden leben zu können, treffen einige eine mutige Entscheidung: Als der Schock der Gewalt sie mit dem brutalen Lynchmord an der Religionsstudentin Farkhunda mitten in Kabul ein weiteres Mal trifft, stellen sich die Künstler und Künstlerinnen ihrer Ohnmacht entgegen und beginnen, ihr Trauma zu besiegen - in einem versehrten Land um dessen  bessere Zukunft sie weiter kämpfen.

Screening

Samstag, 27.10.2017 um 10:00 Uhr
OFF Broadway
In Anwesenheit der nominierten Editorin Julia Drache mit anschließendem Filmgespräch.

BRD 1987. Regie, Buch: Percy Adlon. Buch: Eleonore Adlon. Montage: Norbert Herzner. Kamera: Bernd Heinl. Ton: Heiko Hinderks, Manfred Arbter. Musik: Bob Telson. Produktion: Pelemele Film, Pro-ject Filmproduktion u.a. Darsteller: Marianne Sägebrecht, CCH Pounder, Jack Palance, Christine Kaufmann, Monica Calhoun u.a. 
108 Minuten. Filmverlag der Autoren. Kinostart: 12.11.1987

© Pelemele Filmproduktion

Mitten in der Kalifornischen Wüste zerstreitet sich Jasmin Münchgstettner aus Rosenheim mit ihrem Mann und zieht allein im Lodenkostüm die einsame Straße im Nirgendwo entlang. Ein geheimnisvolles Lichtphänomen im Himmel weist ihr den Weg zum „Bagdad Café“, das von der resoluten Brenda geleitet wird. Nur ungern vermietet sie der Reisenden ein Zimmer und wäre sie gerne schnell wieder los. Doch mit den anderen Bewohnern des Motels schließt Jasmin bald Freundschaft und beginnt, Brendas heruntergekommenes Café und das Leben seiner Besitzerin gehörig umzukrempeln.

Screening

Freitag, 26.10.2018 um 20 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
In Anwesenheit von Ehreneditor Norbert Herzner mit anschließendem Filmgespräch.

BRD 1984. Regie, Buch: Carl Schenkel. Montage: Norbert Herzner. Kamera: Jacques Steyn. Ton: Günther Blumhagen, Hans Künzi. Musik: Jacques Zwart. Produktion: Laura Film, Mutoskop u.a. Darsteller: Götz George, Wolfgang Kieling, Renée Soutendijk, Hannes Jaennicke, Kurt Raab u.a. 
90 Minuten. Kinostart: 25.4.1984

© Laura Film

Freitagabend, ganz spät, bleibt in einem Frankfurter Bürohochhaus ein Aufzug stehen. In der Kabine werden Werbefuzzi Jörg und seine Kollegin Marion bald unruhig. Denn auf ihre Notrufe reagiert niemand. Ihre Mitfahrer, der nervöse Buchhalter Gössmann und der aufmüpfige Rabauke Pit, sorgen auch nicht gerade für Frieden auf engem Raum, nicht zuletzt weil Pit sich für Jörgs Freundin begeistert - und sie für ihn. Die beiden Männer beschließen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und klettern in den Aufzugschacht, nicht ahnend, dass es bald für sie alle "abwärts" gehen wird.

Screening

Montag, 29.10.2018 um 11:00 Uhr
OFF Broadway Kino
In Anwesenheit von Ehreneditor Norbert Herzner mit anschließendem Filmgespräch.