Filmplus Akademie goes Berlin

Filmplus Akademie goes Berlin!

Wir freuen uns sehr, dass die erste Filmplus Akademie ein so großer Erfolg war - alle Seminare ausgebucht, damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! Und weil die Wartelisten zum Teil lang waren und uns noch immer Anfragen erreichen, auch von Menschen, die bei Filmplus im Oktober nicht dabei sein konnten, haben wir uns entschieden: Es gibt ausnahmsweise einen "Nachholtermin" für einige der Angebote im Januar in Berlin.
Diesmal sind die Workshops nicht parallel programmiert - es wäre also möglich, an einem Wochenende alle vier Veranstaltungen zu besuchen.

Filmeditor*innen, Filmtonschaffende, Dramaturg*innen und Producer*innen sind die Kernzielgruppe dieses Weiterbildungsangebots, aber natürlich sind auch Interessierte aus anderen Gewerken, etwa der Regie oder dem Drehbuchbereich ganz herzlich willkommen.

Preise, Stornierungsmodalitäten und Anmeldungsinformationen finden sich hier.

 

Workshops Berlin 26./27.01.2019

Editing High End -Seriendramaturgie am Beispiel von "Bad Banks" und Charité"
Dozentin: Julia Karg

Das Schneiden von Serien folgt eigenen dramaturgischen Gesetzen: Charaktere und deren Konflikte müssen schnell und klar etabliert werden. Sie sollen sich über alle Folgen hin entwickeln, die Kunst des Erzählens zwischen emotionaler Nähe zur Figur und erzählerischer Ellipse muss in jeder einzelnen Folge und im Gesamtbogen stimmig sein. Um das zu erreichen, ist es oft unausweichlich, während des Schneidens eine neue dramaturgische Struktur zu entwickeln.
Um dies zu veranschaulichen wird das Storytelling von "Charité" (1.Staffel) und "Bad Banks" (1.Staffel) analysiert und verglichen und die daraus resultierenden unterschiedlichen Anforderungen an die Montage herausgearbeitet. Was passiert zwischen der Drehbuchidee, der Inszenierung, der bildlichen Umsetzung und der Montage mit den Figuren und deren Entwicklung in der Geschichte?

Samstag, 26. Januar 2019, 10-13:30 Uhr
Ort: Master School Drehbuch, Zossener Straße 41, 10691 Berlin
 

Editors` Rooms & Co. - Serien als Frischzellenkur für den Schneideraum
Dozent: Jens Klüber

Dank des zunehmenden Erfolgs von Serien befindet sich die Arbeit von Filmeditoren im Wandel. Ziel schon in der Projektplanung seitens der Produktion muss sein, möglichst gut auf diese Veränderungen zu reagieren. Aber worin genau besteht der Wandel, welche Möglichkeiten der Arbeitsoptimierung gibt es? Wie funktionieren Hierarchien und Kommunikation in der Zusammenarbeit mehrerer Editoren, welchen Platz nehmen die Assistenten in diesem Gefüge ein? Verschiedene Arbeitsmodelle von „Bad Banks“ über „You are Wanted“ bis „Babylon Berlin“ werden verglichen und Chancen und Herausforderungen ausgelotet. Denn eines ist sicher - Teamarbeit wird auch im Schneideraum die Zukunft sein.

Samstag, 26. Januar 2019, 14:30-18:00 Uhr
Ort: Master School Drehbuch, Zossener Straße 41, 10691 Berlin
 

360° Video / Virtual Reality: Dramaturgische Gestaltung durch Montage und Ton
Dozent: Phillip Wenning

360° Filme bedeuten für Zuschauer neue Freiheiten: Wo schaue ich wie lange hin, welchem Charakter folge ich durch die Geschichte etc. Gleichzeitig wird man in fremde Welten geführt. Was bedeutet das für die Macher solcher Filme? Wie kann Aufmerksamkeit durch Montage und Ton gelenkt werden, was sind Unterschiede und Ähnlichkeiten zu klassischen Formaten? Was für Geschichten kann ich überhaupt erzählen und wie vermeide vermeide ich Fehler? Neben einem Überblick über aktuelle Tools für 360° Bildschnitt, sowie räumlichen Ton, geht es in diesem Worshop anhand von praktischen Beispielen um die Besonderheiten, eine Geschichte im Bildraum 360° zu erzählen.
Es werden diverse VR-Geräte zur Verfügung stehen um die Beispiele auch selber zu “erleben”.

Sonntag, 27. Januar 2019, 10:00-13:30 Uhr
Ort: Master School Drehbuch, Zossener Straße 41, 10691 Berlin
 

Dramatizing Life - Figurenführung und Erzählpositionen im Dokumentarfilm
Dozentin: Gesa Marten

Fürdie Dokumentarfilm-Montage können viele Elemente klassischer Handlungsdramaturgie genutzt werden: Auch beim figurengeführten Dokumentarfilm fragt man nach Haupt- und Nebenhandlungen und -figuren, nach Konflikt, Ziel und nach innerer und äußerer Entwicklung.
Dieses dramaturgische Denken entdeckt oder erzeugt Sinnzusammenhänge (Story Bias), es dramatisiert Wirklichkeit. Der Dokumentarfilm zeigt und reflektiert Realität, zugleich wirft er einen subjektiv interpretierenden Blick darauf. Das prägt: Wessen Blick ist im Film strukturierend? Worin zeigt er sich? Die Erzählposition ist eine in der Montagepraxis wenig beachtete Kategorie, weil sie häufig nur implizit im Film enthalten ist. Dennoch ist die Gestaltung dieser Position ausschlaggebend für Haltung und Aussage des Films.

Sonntag, 27. Januar 2019, 14:30-18:00 Uhr
Ort: Master School Drehbuch, Zossener Straße 41, 10691 Berlin